Auf außergewöhnlichen Wegen zum Erfolg

Diese Karrieren wären in dieser Form kaum "planbar" gewesen. 


Wer diesen Beitrag lesen sollte:

  • SchülerInnen
  • Lehrlinge

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2 Minuten
Wegweiser, viele davon i
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Schule – Uni – Job – Pension? So geradlinig verlaufen heute die wenigsten Bildungsbiografien. Gefragt sind vielmehr Flexibilität und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und sie zu ergreifen. MARI€ präsentiert drei außergewöhnliche Erfolgskarrieren.

Schulabbrecherin Niki Osl – Miss Lillys Hats

Mit Stoffblumen die Welt erobern

Mit 16 flog die Wienerin Niki Osl von der Schule, „weil ich lieber Straßenmusik gemacht habe“. Danach folgten die Kunstschule und einige Jahre als außerordentliche Hörerin an der Hochschule für angewandte Kunst. Schließlich begann Osl, bei einer Werbeagentur zu jobben und machte sich als Werberin selbstständig. 2012 entschloss sie sich, ihr langjähriges Hobby – Kopfschmuck aus Kunstblumen zu basteln – zum Beruf zu machen: Mit viel Einsatz gründete sie ihre Firma Miss Lillys Hats (benannt nach ihrer Lieblingskatze!). Mit Riesenerfolg, denn mittlerweile stattet sie internationale Stars wie Lana del Rey, Taylor Swift und Katy Perry aus.

 

Bummelstudent Heinrich Staudinger – GEA

Immer mit der Zeit gehen

Heini Staudinger, Jahrgang 1953, war ein klassischer „Bummelstudent“. Mehrfach wechselte er Studienrichtungen, dann brach er die Uni ganz ab, gründete ein Schuhgeschäft in Wien und lernte selber das Schuhmacherhandwerk. Schließlich gründete er die Firma GEA und übernahm 1984 eine Schuhfabrik im Waldviertel, wo er mit Betonung auf faire Arbeitsbedingungen nachhaltig produziert – seine Waldviertler sind mittlerweile geliebte Klassiker.

 

Vorzeigestudent Ali Mahlodji – Whatchado

Zickzackweg zum Berufsberater

Ali Mahlodji startete in Österreich unter schlechtesten Vorzeichen – im Flüchtlingsheim Traiskirchen, wohin seine Familie 1983 aus dem Iran flüchtete. Er besuchte schließlich die HTL, brach aber ein Jahr vor der Matura ab und wurde Lagerarbeiter. Schließlich holte er die Abendmatura an der HTL nach und schloss sein Studium am FH Technikum Wien weit unter der Regelstudienzeit ab. Nach einer Karriere in der IT-Branche und einem Intermezzo als Gymnasiallehrer gründete er 2011 die erfolgreiche Berufsorientierungsplattform Whatchado und ist seit 2019 als Trend- und Zukunftsforscher tätig.