Mit EdTech zum besseren Bildungssystem

Über Educational Technology zum Klassenzimmer von morgen. Wozu, wieso, weshalb?


Wer diesen Beitrag lesen sollte:

  • GründerInnen
  • Game ChangerInnen

Lesedauer:

3 Minuten

KolumnistIn: Kambis Kohansal Vajargah

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Kambis Kohansal Vajargah

Um die Schulen zukunftsfit zu machen, braucht es das richtige Mindset, findet Kambis Kohansal Vajargah, Head of Startup-Services der WKÖ.

Schon einmal von SchoolFox, ClassNinjas oder whatchado gehört? Alles Startups oder ehemalige Startups, die den Tagesablauf unserer Schüler*innen und Studierenden täglich verbessern. Durch die Corona-Lockdowns wurde die Schüler-Eltern-Lehrer- Kommunikation von einem Tag auf den anderen unterbrochen. Ein Problem, das über die SchoolFox-App innovativ gelöst werden konnte. Wir brauchen schnell, flexibel und zeitlich unbegrenzt Lösungen, die auf das Verhalten junger Menschen abgestimmt sind. Auf die sie sich verlassen können, die ihrem Konsumverhalten entsprechen (Quelle: Statista). Mit Aufgeschlossenheit und der richtigen Einstellung erschaffen wir so schon heute das Klassenzimmer der Zukunft – die Technologien gibt es, wir müssen sie nur sinnvoll einsetzen.

Von der IST- zur SOLL-Perspektive

Innovativer Unternehmergeist, Digitalisierung und Bildungsfortschritt sind nicht mehr voneinander zu trennen. 54 Prozent des Lehrpersonals an Österreichs Schulen haben mittlerweile die technischen Kapazitäten, die für einen Online-Unterricht ausreichen. Demgegenüber stehen aber ganze 27 Prozent,  die nicht ausreichend ausgestattet sind. Fast ein Drittel des gesamten Lehrpersonals also (Stand 2020, Quelle: Schulbarometer/Huber). Dabei spielt die Rolle der Schulleiter*Innen eine der wesentlichsten Rolle in der operativen Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen. Je aufgeschlossener ihr Zugang zu neuen Technologien – vorausgesetzt die finanziellen Mittel stehen zur Verfügung – desto digitaler der Unterricht.

Durch den Start des neuen EdTech-Austria Zentrums in Salzburg im Februar 2021, die Entrepreneurship Week (in Zusammenarbeit mit Initiator IFTE,  AustrianStartups & der Wirtschaftskammer) sowie die mittlerweile sehr etablierten Junior-Programme und den österreichweiten Schulterschluss zur neuen Stiftung für Wirtschafts- und Finanzbildung, wo sich die Wirtschaftskammern jeweils stark einbringen, gibt es in Österreich nun eine starke Basis, um auch das Thema Entrepreneurship Education ein für alle Mal gesellschaftlich zu verankern. Nach dem Motto: Weg von der IST-, hin zu einer SOLL-Perspektive.

Mehr Entrepreneurship Education heißt mehr EdTech

Warum nicht also dieses Thema pädagogisch schon früher ansetzen und im Bildungsplan für Volksschüler*innen, gar im Kindergarten, etablieren? Was hält uns davon ab, was spricht dagegen? Selbstständiges Denken und Handeln kann sich nur positiv auf uns auswirken. Um das zu erreichen, braucht es aber auch hier einen Schulterschluss. Perspektiven aus Zivilgesellschaft, Forschung, öffentlichem Sektor und Wirtschaft, die aufeinander treffen und das Ende des Silo-Handelns einleiten.

Welche Folgeeffekte sind zu erwarten? Institutionalisierte Entrepreneurship Education, die idealerweise zu mehr EdTechs führt – und darauf aufbauend zu einem besseren Bildungssystem.