Der digitale Hofladen

Mehr regionale Lebensmittel für die Stadt. markta bringt Angebot und Nachfrage zusammen.


Wer diesen Beitrag lesen sollte:

  • WeiterdenkerInnen
  • Umweltbewusste

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2 Minuten

AutorIn: Eva Baumgardinger

markta-Gründerin Theresa Imre i
WKÖ/DMC

Der "digitale Hofladen" markta vernetzt Kleinproduzenten mit Wiener Verbrauchern für den Direktvertrieb. Ein Franchisesystem ist der nächste Schritt. 

Regionales boomt, vor allem in Städten steigt die Nachfrage: 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in urbanen Räumen wünschen sich kurze Lieferwege für die Lebensmittel auf ihren Tischen. Auf der anderen Seite gibt es Zehntausende österreichische Landwirte und Landwirtinnen, die ihre Produkte direkt – also nicht via Supermarkt – verkaufen möchten. Hier setzt Theresa Imre mit der Plattform markta an. Seit 2017 gibt es sie für den Großraum Wien. „Regionalität, Transparenz in der Produktion sowie Qualität sind die wichtigsten Kaufkriterien. Derzeit kommen 90 Prozent unserer Produzentinnen und Produzenten aus einem Umkreis von weniger als 100 Kilometern von Wien“, erzählt Imre, die es mit markta auf die Forbes-Liste „30 unter 30“ schaffte.

„Mir ist die Vorliebe für gutes Essen quasi in die Wiege gelegt worden: Ich bin in Stainz in der sonnigen Schilchergegend aufgewachsen, wo es ganz normal ist, dass man vieles bei KleinproduzentInnen einkauft und das Essen direkt vom Feld auf den Tisch kommt“, erzählt sie. Für die Kundschaft ist die Plattform ein „großer, digitaler Hofladen“. Der Vorteil für die Anbieterinnen und Anbieter: Smarte, digitale, effiziente Lösungen für Vertrieb, Marketing, Verpackung, Logistik und Zahlungsabwicklung. „Wir bringen Angebot und Nachfrage zusammen“, sagt Imre, die sich nach zwei Studien und einigen Arbeitsjahren entschloss, Gründerin zu werden.

Theresa Imre über Nachhaltigkeit als Business


Mit durchschlagendem Erfolg: 2020 wurde das 25-fache Wachstum auf Basis von 2019 - erreicht. Infrastruktur und Knowhow konnten aufgebaut werden, um das Modell „digitaler Marktplatz“ als Franchise ausweiten zu können. „Im Februar haben wir den Relaunch unseres Shops umgesetzt und das gesamte Shopsystem und die Warenwirtschaft auf neue Beine gestellt.“ Im April folgte ein „siebenstelliges Investment“ für den digitalen Bauernmarkt. Fünf namhafte InvestorInnen sind nun mit geballter Expertise aus den Bereichen Software-Entwicklung, Logistik, Regionalentwicklung und Recruiting an Bord. Für die nächsten Wachstumsschritte ist markta damit bestens gerüstet.