Mit nachhaltigen Kinderrädern an die Spitze

Wachstum und Nachhaltigkeit gehen bei woom Hand in Hand.


Wer diesen Beitrag lesen sollte:

  • WeiterdenkerInnen
  • UpcylclerInnen

Lesedauer:

3 Minuten

AutorIn: Wendy Wilhelm

Kind lernt radfahren i
woom

Vererben statt verschrotten und Europa statt Asien: Wie woom seine Fahrräder möglichst umweltfreundlich macht.

Wie wäre es, wenn du mit einem 50 Kilogramm schweren Fahrrad das Radfahren erlernen müsstest? – Eben. Ein gängiges Kinderfahrrad wiegt tatsächlich bis zu 70 Prozent des Körpergewichts der kleinen Pedalritter. Als Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka erkannten, welche Schwierigkeiten ihre Söhne mit den schweren Kinderbikes hatten, begannen sie an einem superleichten Fahrrad zu tüfteln, das den Proportionen und dem Fahrverhalten von Kindern gerecht wird. Heute bietet woom für Kinder von eineinhalb bis vierzehn Jahren jeweils genau das passende Rad. Das ehemalige Start-up ist inzwischen ein Unternehmen mit Sitz in Klosterneuburg, das hier rund 100 MitarbeiterInnen beschäftigt und über seinen internationalen Vertrieb in 30 Ländern weltweit präsent ist.

Mit dem Rad in eine klimafreundliche Zukunft

„Wir verstehen Radfahren als einen mächtigen Hebel, die Mobilität in den Städten und Gemeinden klimafreundlicher, gesünder, effizienter und freudvoller zu gestalten“, erklärt Christian Bezdeka die Motivation hinter woom bikes. Voraussetzung ist jedoch, dass das Radeln schon für die Kinder einfach zu erlernen und mit unvergesslichen Erlebnissen verbunden ist. Denn dann steigen sie auch als Erwachsene im Alltag gerne aufs Fahrrad.  „Mit jedem woom bike leisten wir daher einen Beitrag für eine umweltverträgliche Mobilität und eine lebenswerte Zukunft.“

woom-Gründer Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld sowie CEO Guido Dohm i
woom

woom-Gründer Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld sowie CEO Guido Dohm

Eine lebenswerte Zukunft liegt den woom-Gründern sichtlich am Herzen: Sie haben sich den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen verschrieben und arbeiten konsequent daran, jeden Aspekt der Produktion nachhaltiger zu gestalten. Das beginnt mit Produkten, die ein langes Leben haben: Denn woom bikes sind nicht nur superleicht und ergonomisch an den Kinderkörper angepasst, sie halten auch mindestens 10 bis 15 Jahre. Das liegt vor allem an der hohen Qualität der verbauten Teile und an der sorgfältigen Herstellung. Anstatt billiger Wegwerfräder spezialisiert sich woom darauf, wieder Kinderfahrräder zu produzieren, die mehrfach von Kind zu Kind weitergegeben werden können.

Wusstest du, dass …

… jedes dritte neu gekaufte Kinderfahrrad in Österreich ein woom bike ist?

… woom die am schnellsten wachsende Fahrradmarke in den USA ist?

… die Wiener Polizei bei den Fahrradprüfungen im Prater woom bikes verwendet?

Auch ein gebrauchtes woom bike ist ein gutes woom bike

Dieses Weiterverwenden unterstützt das Unternehmen auch ganz aktiv: Wer Mitglied beim „upCYCLING“ von woom ist, kann beim Kauf des nächstgrößeren Rads das aktuelle woom bike zurückgeben und bekommt dafür 40 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises zurück. In der hauseigenen Radwerkstatt werden die Räder serviciert und stehen als Gebrauchträder wieder zum Verkauf. Auch die Vermietung von woom bikes ist bereits angedacht.

Produktion zurück nach Europa

Ein Problem in Sachen Nachhaltigkeit sind die langen Lieferketten und weiten Transportwege. „Bisher hat die Bike-Industrie ihre Komponenten fast ausschließlich von Spezialisten aus Asien bezogen“, erklärt woom-Geschäftsführer Guido Dohm. Während der Corona-Krise rissen diese Lieferketten zeitweise ab und woom bekam Lieferschwierigkeiten.  Die Geschäftsführer entschlossen sich daher, die Fahrradproduktion für den europäischen Markt wieder nach Europa zu holen, während die asiatische Produktion weiterhin Asien und Nordamerika mit Bikes versorgt. Seit Jänner 2021 wird ein großer Teil der woom bikes bereits in Polen produziert, 115.000 Fahrräder sollen dort bis Ende 2021 vom Band rollen. „Das spart Zeit und ist gut für die Umwelt“, so Dohm.

Mit Investoren weiter Richtung Nachhaltigkeit

Im September 2020 holte sich woom mehrere Investoren an Bord. Das rasant wachsende Unternehmen will die Internationalisierung und Digitalisierung vorantreiben und weitere Produktionsstandorte in Europa erschließen. Ziel ist, alle woom bikes für die wachsenden europäischen Absatzmärkte auch tatsächlich in Europa herzustellen.