„Das positive Gesicht der österreichischen Wirtschaft“

Thomas Dorfner von Getzner Werkstoffe arbeitet seit 35 Jahren mit den WKÖ-Wirtschaftsdelegierten zusammen.


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3 Minuten

AutorIn: Peter Draxler

Thomas Dorfner i
Getzner Werkstoffe

Wie ein Vorarlberger Unternehmen von der Arbeit der WKÖ-Wirtschaftsdelegierten profitiert.

Engineering a quiet future – eine leise Zukunft entwickeln -, so lautet das Motto der Getzner Werkstoffe GmbH im Vorarlberger Bürs. 490 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln und fertigen hier Matten und Formteile aus Polyurethan-Elastomeren, die Schwingungen und Vibrationen in den Bereichen Bahn, Bau und Industrie reduzieren. Das sorgt nicht nur für wirksamen Schutz der Umwelt vor Erschütterungen und Lärm, sondern verlängert auch die Haltbarkeit der Anlagen der Kunden im In- und Ausland. In Österreich sind die Erzeugnisse von Getzner etwa bei den ÖBB oder den Wiener Linien, aber auch bei vielen größeren und kleineren Bauprojekten im Einsatz.

International aufgestellt und ausgerichtet

Rund 90 Prozent des Jahresumsatzes von über 100 Millionen Euro erwirtschaften die Vorarlberger im Ausland, neben dem Hauptsitz in Bürs gibt es Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Jordanien, Japan, Indien, China, Australien und in den USA. Dazu kommt ein internationales Netzwerk von Vertriebspartnern in insgesamt 40 Ländern. „Eine sehr große Hilfe bei unserer Internationalisierung war die Unterstützung der WKÖ-Wirtschaftsdelegierten in den jeweiligen Ländern“, sagt Thomas Dorfner, Vice President Asia Pacific von Getzner.

„Seit 35 Jahren arbeiten meine Kolleginnen und Kollegen und ich regelmäßig mit den Außenhandelsdelegationen der WKÖ zusammen.“ Meist gehe es um Fragen zu Themen wie Niederlassungsgründung, lokalen Partnern, Kunden oder Behörden und Beratung in rechtlichen Fragen. Aber auch für die Teilnahme an Wirtschaftsmissionen oder Gemeinschaftsständen bei Messen sowie bei Schwierigkeiten bei Erstkontakten zu und Terminen mit wichtigen Kunden oder Behörden stünden die WKÖ-Wirtschaftsdelegierten und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets hilfreich und mit größtmöglicher Unterstützung zur Seite, erklärt Dorfner.

Unterstützung für über 62.000 heimische Exportbetriebe

Rund zehn Prozent der österreichischen Unternehmen sind im Auslandsgeschäft tätig, jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt vom Export abhängig. Mit mehr als 100 Stützpunkten in über 70 Ländern weltweit unterstützt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA (AW) mit den WKÖ-Wirtschaftsdelegierten die heimischen Export-Unternehmen mit Fachinformationen, professionellen Netzwerken und Vor-Ort-Wissen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AW betreuen 62.700 heimische Exporteurinnen und Exporteure und 3.200 österreichische Niederlassungen im Ausland. Im Jahr 2020 hatten sie dabei 590.000 weltweite Kundenkontakte.

„Die WKÖ-Wirtschaftsdelegierten mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind das positive Gesicht der österreichischen Wirtschaft im jeweiligen Land, sie helfen österreichischen Unternehmen, die den Sprung in die Internationalität wagen wollen, aber auch für Unternehmen in den betroffenen Ländern, die den Kontakt zu österreichischen Firmen suchen“, sagt Thomas Dorfner. „Österreich hat weltweit einen hervorragenden Ruf, den es aber sehr pro-aktiv zu vermarkten gilt. Und hier sind die lokalen Vertretungen enorm wichtig – im Gespräch zu bleiben, zu verbinden, Kontakte zu knüpfen oder Netzwerke zu betreiben, um österreichischen Firmen eine Plattform zu bieten, bei der schon sehr viele Türen offen sind, die im Alleingang entweder verschlossen blieben oder wo sehr viel Zeit und Aufwand benötigt würde, um sie zu öffnen.“