Mit Impfpass auf Geschäftsreise

Betriebliche Impfungen sind ein attraktives Angebot für Arbeitgeber


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4 Minuten

AutorIn: Connie Wagenhofer

Frau wird geimpft i
WKÖ

Wer hochautomatisierte Logistikzentren in aller Welt errichtet, muss viel reisen. Beim Intralogistiker TGW bringt die Impfung dafür eine spürbare Erleichterung.

Als der Impfstoff für die Corona-Schutzimpfung geliefert wurde, war die betriebliche Impfstraße im Marchtrenker Headquarter der TGW Logistics Group, die Logistikzentren in Europa, den USA und China plant und errichtet, längst fertig vorbereitet. „Wir sind schon im April in den Startlöchern gestanden“, sagt TGW-Sicherheitsbeauftragte Doris Heimgartner. Die Entscheidung, eine betriebliche Impfung anzubieten, sei sehr früh gefallen – mit voller Unterstützung der Geschäftsleitung. 

Positives Feedback auf freiwilliges Impfangebot

„Bei TGW spielt der Mensch eine zentrale Rolle“, erklärt Doris Heimgartner, „Das sagen zwar viele, aber bei uns ist es wirklich integraler Teil der Unternehmenskultur.“ Daher sei rasch klar gewesen, dass man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einer betrieblichen Impfstraße den Zugang zur Corona-Schutzimpfung ermöglichen wolle. 

Anfang Juni konnten sich dann alle, die das wollten, an den drei Impftagen ihre erste Dosis holen. In der zweiten Julihälfte gab es die zweite Dosis. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dieses Angebot sehr geschätzt“, sagt Heimgartner, „Wir haben super Feedback bekommen.“ Viele seien aber bereits in öffentlichen Impfstraßen immunisiert worden, teils auch, weil sich zahlreiche Mitarbeiter auch in Ehrenämtern engagieren. „Wir haben im Betrieb sehr viele ehrenamtliche Sanitäter, die uns in der Impfstraße unterstützt haben. Die Impfung wurde von Ärzten vorgenommen, die auch für die betriebliche Gesundheitsförderung bei TGW verantwortlich sind. Unterstützt wurden sie von medizinischem Fachpersonal“, sagt Heimgartner.

TGW Logistics Lager i
TGW Logistics

Pandemie als Nachfrage-Treiber 

Corona hat die Prozesse in der TGW Logistics Group massiv beeinflusst. Weil die Pandemie den Online-Handel stark gepusht hat, stieg auch die Nachfrage nach Logistikzentren, wie sie die TGW anbietet. Die Gruppe konzipiert die Zentren, plant sämtliche Abläufe, entwickelt die Software und fertigt die Hardware. Vor Ort errichtet TGW dann die Logistikzentren. „Für uns als internationales Unternehmen ist uneingeschränktes Reisen betriebswirtschaftlich wichtig“, sagt Heimgartner. „Daher ist es auch wichtig, die Pandemie zu überwinden. Und die Impfung ist ein Schlüssel dafür.“ 

Homeoffice, Teststraßen und Zwei-Schichtbetrieb zum Schutz

Wesentlich ist auch, dass die Pandemie die Produktionsabläufe in Österreich nicht stört. Daher hat TGW gleich zu Beginn eine Reihe an Maßnahmen gesetzt, um die Menschen zu schützen. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Büros arbeiten und Tätigkeiten ausführen, die man von zu Hause aus ausüben kann, sind sofort ins Homeoffice gewechselt. „Wir haben das Homeoffice-Konzept schon vorher gehabt“, sagt Heimgartner, „die Erfahrungen damit waren gut, und auch die Zusammenarbeit funktioniert bei uns im Homeoffice gut.“ 

Wo Homeoffice nicht möglich ist, wurden die Produktionslinien auseinandergezogen, um Ansteckungen zu vermeiden. „Wir haben statt einer Schicht einen Zwei-Schicht-Betrieb eingeführt, damit weniger Personen gleichzeitig anwesend sind“, sagt Heimgartner. Und schon im vergangenen Herbst gab es bei TGW eine betriebliche Teststraße mit Antigen- und PCR-Tests, letztere insbesondere für diejenigen, die beruflich reisen müssen. 

Die Impfung bringt jetzt aber nicht nur Erleichterungen für die Produktion und auf Geschäftsreisen, sondern wirkt auch auf persönlicher Ebene. Doris Heimgartner hat sich betrieblich impfen lassen. Sie sagt: „Für mich persönlich war die Impfung wichtig, weil man damit zumindest einen schweren Verlauf verhindert. Ich kenne leider einige Junge, die auf Intensivstationen waren – und da will ich nicht hin.“