Gold fürs beste Mauerwerk

Einer von 11 österreichischen Goldmedaillen-Gewinnern bei EuroSkills im Porträt-


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Mit seiner herausragenden Leistung holte Maurer Michael Hofer bei Euroskills 2021 Gold für Österreich.

„Man spekuliert mit einer Medaille“, war Experte Roland Mittendorfer schon beim Finale am Samstag zuversichtlich. Und auch sein Schützling Michael Hofer hatte nach dem Bewerb ein gutes Gefühl: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.“ Hofer ist bei Euroskills zum ersten Mal bei einem internationalen Wettbewerb angetreten. „Es ist mega-cool im eigenen Bundesland anzutreten“, sagt der Steirer aus Fladnitz a.d. Teichalm.

Dementsprechend stark war auch die Publikumsbeteiligung, als der Hofer ins Finale ging. An der Absperrung wurde eifrig gefachsimpelt, unter anderem vom oberösterreichischen Maurer, der 2019 bei den Worldskills im russischen Kazan zum Vize-Weltmeister gekürt wurde. 

Während Hofer seine Baustelle bereits gründlich säuberte, waren andere Teilnehmer noch dabei, den Putz an ihrem Hochlochziegelwerk mit Fensteröffnung fertig zu stellen. Auch mit dem zweiten Werkstück war Hofer da längst fertig: einem Sichtmauerwerk mit dem Grazer Uhrturm.

Triale Ausbildung als Wettbewerbsvorteil

„Wir sind erfolgsverwöhnt wegen unserer trialen Ausbildung“, sagt Mittendorfer, der bereits zum fünften Mal bei Wettbewerben dabei ist und im Zivilberuf Ausbildner an der oberösterreichischen BAUAkademie in Steyregg ist. Zusätzlich zu Berufsschule und Lehre absolvieren die Lehrlinge dort jedes Jahr drei Mal zwei Wochen an intensivem Praxistraining. Dieses Plus in der Ausbildung kommt den österreichischen Teilnehmern auch im Bewerb zugute. 

Karriere mit Maurerlehre

„Von der Karriere her hat man mit einer Maurer-Lehre alle Möglichkeiten“, sagt Mittendorfer. Man könne bis zum MBA in Bauwirtschaft weiterlernen. Er selbst hat vor acht Jahren die Baumeisterprüfung abgelegt und bis heute die Freude am Beruf nicht verloren. „Man arbeitet im Freien und hält sich fit“, spricht er von den Vorteilen, „und es taugt mir, dass ich auf d’Nacht sehe, was ich geschaffen habe und auch später stehen die Gebäude noch, an denen ich mitgearbeitet habe.“