Grüner Wasserstoff: Chiles Weg zum Weltmarktführer

Bis 2050 soll grüner Wasserstoff den Abbau von Kupfer, Lithium und Co. ablösen.


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Alpaca mit einem Kranz aus gelben Blumen i
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Aktuell kommen 40 % des Kupfers am Weltmarkt aus Chile, auch bei Lithium ist man Weltmarktführer. Die Zukunft sieht man im Land aber in grünem Wasserstoff.

Seiner Lage direkt an der Bruchlinie zwischen pazifischer und ozeanischer Platte verdankt Chile einen immensen Reichtum an Rohstoffen. So verfügt das südamerikanische Land nicht nur über die größten Kupfervorkommen der Welt und exportiert weltweit am meisten Lithium, auch Gold, Silber und Seltene Erden sind im Boden reichlich verfügbar. Nun nimmt man allerdings einen weiteren – und für die nötige weltweite Energiewende dringend benötigten – Rohstoff ins Visier: Grünen Wasserstoff.

Austria ist überall #32: Wenn die Welt mal Schlange steht

In Folge 32 des Podcasts AUSTRIA IST ÜBERALL  erfährst du nicht nur mehr über die Wirtschaft in Chile. Der in Santiago de Chile lebende WKÖ-Wirtschaftsdelegierte und Export-Experte Drazen Maloca spricht auch über Proteste auf der Straße, seine Erlebnisse in der Atacama-Wüste und wie Chile in Zukunft am Weltmarkt punkten wird können.

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"Zukunftsbranche Nummer 1"

"Das ist die Zukunftsbranche Nummer 1 hier in Chile“, erklärt Export-Experte Drazen Maloca. "Durch die Produktion günstiger erneuerbarer Energien wie Sonnen- und Windenergie wird es Chile möglich sein, den günstigsten grünen Wasserstoff zu produzieren. Auf diesen Wasserstoff warten die Industrien dieser Welt bereits – in Europa, in Nordamerika, aber auch in Asien."

Das Ziel: Weltgrößter Exporteur bis 2030

So will man bis 2030 der weltgrößte Exporteur von grünem Wasserstoff werden. Das nächste Ziel ist, dass die grüne Wasserstoff-Wirtschaft bis 2050 den Stellenwert des Bergbaus einnehmen soll. Maloca: "Das ist eine sehr mutige Ansage, aber es ist aus meiner Sicht sehr realistisch, dass das auch eintreten wird."