In Zukunft ohne Food Waste

BRüSLi aus Wien rettet Brot und macht daraus Knuspermüsli.


Wer diesen Beitrag lesen sollte:

  • Game ChangerInnen
  • Umweltbewusste

Lesedauer:

2 Minuten

AutorIn: Eva Baumgardinger

Sarah Lechner von BRüSLi i
BRüSLi

Das Team von BRüSLi hat sich auf das Upcycling von hochwertigem überproduziertem Brot aus Bäckereien spezialisiert. Auf diese Weise rettet das Unternehmen jährlich hunderte Tonnen Brot.

Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittelauf landet auf dem Müll. In den vergangenen Jahren ist das Problembewusstsein für Food Waste gestiegen, auch viele Startups knöpfen sich das Thema vor. Die dänische App Too Good To Go bietet Konsumenten die Möglichkeit vergünstigt Lebensmittel oder Speisen zu kaufen, bevor sie von Restaurants, Bäckereien, Hotels oder Geschäften weggeworfen werden müssen. In Österreich zählen Startups, die überproduzierte Lebensmittel veredeln, zu den Vorreitern der unternehmerischen Food-Waste-Community. Etwa das niederösterreischische Unternehmen Kern Tec (Upcycling von Steinobstkernen für die Genussmittel- und Kosmetikindustrie), die Obst- und Gemüseretterinnen von unverschwendet, Krut aus Vorarlberg (fermentiert überschüssiges Gemüse) und BRüSLi aus Wien.

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Alle Informationen rund um das Thema Gründen findest du hier: www.gruenderservice.at

Aus Brot wird Müsli

Das MARI€-Startup des Monats hat sich auf das Upcycling von hochwertigem überproduziertem Brot aus Bäckereien spezialisiert, die mit Nüssen, Haferflocken, Früchten und Gewürzen veredelt werden. Diese Zutaten werden zu Knuspermüslis in den Geschmacksrichtungen “Cranberry Nuss Zimt”, “Schoko Nuss“ und  “Walnuss Kokos” kombiniert.  „Damit verlängern wir die Lebensdauer von wertvollem Brot um ein ganzes Jahr. Mit jedem Kilogramm gegessenem BRüSLi rettet man ein Kilo Brot und spart noch dazu 1410 Liter Wasser“, erzählt Gründerin Sarah Lechner.

„Die Frage, wie wir mit unseren Lebensmitteln umgehen“ habe sie seit ihrer Jugend in Ried im Innkreis (OÖ) beschäftigt. Damals sei der Film "We feed the World" der Augenöffner gewesen, erzählt die 32-jährige, die an der TU Wien Biomedical Engineering studierte. Den entscheidenden Impuls gab ihr vierjähriger Sohn, der ihr im Spiel erklärte, „dass man aus Brot Müsli macht“ – eine Geschäftsidee war geboren. Nach einem Jahr intensiver Produktentwicklung kam BRüSLi 2021 auf den Markt. Sarah Lechners berufliche Erfahrung in der Produkt- und Unternehmenszulassung im Health-Care-Bereich (für die Startups MySugr oder Bloom Diagnostics) kam ihr bei der Gründung zugute.

Knuspermüslis aus gerettetem Brot im Supermarktregal

2021 konnten 100 Tonnen Brot gerettet werden, 2022 soll sich dieser Wert verzehnfachen. Das mittlerweile sechsköpfigen Team vertreibt BRüSLi über den Webshop und REWE, seit Februar sind die Knuspermüslis auch in über 100 REWE-Filialen in Bayern erhältlich, noch im Laufe dieses Jahres sollen sie in ganz Deutschland und der Schweiz in den Regalen stehen. 

Was Sarah Lechner potenziellen Startup-Gründerinnen und -Gründern rät? „Mut ist natürlich wichtig.  Aber genauso wichtig ist Fokus. Wir haben anfangs nebenbei gegründet und schnell bemerkt, das geht sich nicht aus. Man muss seine ganze Energie und Aufmerksamkeit auf ein einziges Thema lenken.“

BRüSLi

Weitere Infos findet man auf allen Social Media Kanälen von BRüSLi und in der #schaffenwir-Erfolgsgeschichte des Unternehmens.

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