Warum wir die Energie­wende neu denken müssen

Die Energiewende braucht eine ehrliche Diskussion ohne Denkverbote, sonst droht sie zu scheitern.


Wer diesen Beitrag lesen sollte:

  • Weiterdenker:innen
  • Umweltbewusste

Lesedauer:

2 Minuten

AutorIn: Lukas Schwaighofer-Fugger

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Die unsichere Energieversorgung und horrende Preise bedrohen die nötige Energiewende – darum muss jetzt über Voraussetzungen und alternative Ansätze nachgedacht werden. 

8,7 % – so viel betrug die Inflationsrate in Österreich im Juni. Ein großer Treiber waren dabei die immer weiter steigenden Energiepreise. Das führt nicht nur dazu, dass den Österreicher:innen weniger in der Geldbörse bleibt, sondern auch, dass die Energiewende offen und ohne Scheuklappen neu diskutiert werden muss.

Energiewende, aber wie?

Während bis jetzt nämlich vor allem über die Transformation von einer fossilen hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung diskutiert wurde – mit fossilem Gas als Brückentechnologie – müssen die Entwicklungen der letzten Wochen hier einen Turnaround markieren. Die Reduktion der Abhängigkeit von Russland hat oberste Priorität, Gasspeicher auffüllen allein reicht aber nicht.

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Rascher Gasausstieg würde großen Schaden anrichten

Ebenso wenig ist ein rascher Ausstieg aus Gas realistisch, ohne in der Wirtschaft sowie der Bevölkerung großen Schaden anzurichten. Klimaschutz muss deswegen immer auch im Kontext von Versorgungssicherheit sowie Wettbewerbsfähigkeit und Leistbarkeit diskutiert werden.

Diese Schritte sind jetzt nötig

Unter den momentanen Rahmenbedingungen drohen die Klimaziele zu scheitern – Länder wie Deutschland und Italien sind Österreich hier schon weit voraus. Konkrete Lösungen müssen an mehreren Fronten ansetzen:

Das Wichtigste in aller Kürze:

  • Der Ukrainekrieg und die durch ihn steigenden Energiepreise gefährden die Energiewende.

  • Ein rascher Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Gas ist ohne massive Auswirkungen auf Unternehmen und Bevölkerung unter den aktuellen Voraussetzungen nicht machbar.

  • Deshalb braucht es eine offene und ehrliche Diskussion über die nächsten Schritte der Energiewende.